Alpenvorbereitung |
04.06.2007 00:35
diamant
Lokomotive

Dabei seit: 24.05.2006
Herkunft: Leipzig Fan von: J.U., L.A., "Die Simpsons"
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Wenn meine Hochrechnung stimmt, dann hast du 2007 bereits ca. 3400 - 4250km in den Beinen 
.
Also normalerweise sollte man mit diesem Wert fast "automatisch" gut genug in Form sein, um auch Alpenpässe - zumindest im Touristen-Tempo - fahren zu können, ohne nach jedem Paß gleich unters Sauerstoffzelt zu müssen 
. Zumindest bei mir hat das immer relativ gut geklappt. Ich fahre auch meistens das ganze Jahr über nur im Flachland rum, und nur im Hochsommer ab und zu mal ein paar Touren durch richtiges Gebirge. Da kommt man mit einer gewissen Grundlage auch ohne spezielles Bergtraining drüber 
.
Wenn du sogar besonders gut hochkkommen willst, kannst du ja zur Sicherheit vorher ein bissel Intervalltraining machen. Bergfahren kann man zur Not auch im Flachen simulieren, einfach eine "schöne" Gegenwind-Strecke suchen und/oder einen so großen Gang wie möglich für, sagen wir mal, 20 Minuten durchdrücken 
.
__________________ Homer: "Ich trinke nie wieder Bier."
Verkäufer: "Bier, Bier..."
Homer: "Ich nehm 10!"
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04.06.2007 11:09
peso
Ehemalige Bergziege

Dabei seit: 03.07.2004
Herkunft: Leipzig
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Original von RüCup
kann man es auf die einfache formel bringen "willst du gut am berg sein, fahre viele berge" ? |
Eher umgekehrt. Wer viele Berge fährt, ist in der Regel auch ziemlich gut am Berg.
Denn "Bergfahren", also das Aufbringen einer einigermaßen konstanten, relativ hohen Leistung, läßt sich natürlich auch im Flachland trainieren.
Der wichtigste Parameter ist hier wieder die Leistung an der anaeroben Schwelle im Verhältnis zum Körpergewicht. Um diese zu verbessern, fährt man Intervalle von 15-30 Minuten Länge an (am besten knapp unterhalb) dieser Schwelle. Den meisten (mir auch) fällt dies wesentlich leichter, wenn sich das Vorderrad an einem Berg schon etwas hebt und eine gewisse Leistung allein nötig ist, um nicht zurückzurollern.
__________________ "One is, after all, always a Frenchman"
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04.06.2007 13:01
Donishäusle
E'richtige Schwarzwälder und zweifellos naiv.

Dabei seit: 17.02.2003
Herkunft: Schwarzwald Fan von: Dölerich Hirnfidler, Eric Moussambani
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Original von RüCup
kann man es auf die einfache formel bringen "willst du gut am berg sein, fahre viele berge" ? |
Im Prinzip ja. wobei ich aus meiner Sicht sagen kann, dass "Bergfahren" eben etwas anderes ist als etwa "flaches Zeitfahren", was man schon allein an den jeweils unterschiedlichen rpm merkt (bei mir z.B. 85/Berg und 100/ZF).
Sprich man kann lange, vor allem steilere, Berge nicht vollständig im Flachen simulieren, auch nicht durch äquivalente Anzahl an Hm über kleinere Hügel. Wenn Du also die Chance hast irgendeinen, sagen wir mal mind. 15-20min langen Berg im Mittelgebirge (auch mehrfach) zu fahren wäre das vielleicht das Effektivste.
__________________ Go funk yourself
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04.06.2007 13:09
peso
Ehemalige Bergziege

Dabei seit: 03.07.2004
Herkunft: Leipzig
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Original von Donishäusle
Sprich man kann lange, vor allem steilere, Berge nicht vollständig im Flachen simulieren, auch nicht durch äquivalente Anzahl an Hm über kleinere Hügel. |
Stimmt. Das braucht man aber auch nicht unbedingt.
Wer seine Schwellenleistung durch entsprechendes Training erhöht (und sein Gewicht beibehält), wird auch am Berg stärker werden, ohne je einen Hügel gefahren zu sein.
Trotzdem (oder gerade deswegen) wirken sich vorherige Bergeinheiten in unseren Mittelgebirgen natürlich sehr positiv aus.
__________________ "One is, after all, always a Frenchman"
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04.06.2007 13:24
Donishäusle
E'richtige Schwarzwälder und zweifellos naiv.

Dabei seit: 17.02.2003
Herkunft: Schwarzwald Fan von: Dölerich Hirnfidler, Eric Moussambani
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| Zitat: |
Original von peso
Wer seine Schwellenleistung durch entsprechendes Training erhöht (und sein Gewicht beibehält), wird auch am Berg stärker werden, ohne je einen Hügel gefahren zu sein.
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Das stimmt natürlich.
Allerdings wird man nicht dauerhaft 300watt am Berg treten können, wenn man das im Flachen kann und umgekehrt (bei gleichem Gewicht), einfach weil die Motorik und das muskuläre Recruitment sich unterscheiden.
Wenn man allerdings nur im Flachen trainieren könnte, ist ein gezieltes Anheben der Schwellenleistung sicher das Beste was man tun kann.
__________________ Go funk yourself
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04.06.2007 15:52
Piti unregistriert
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| Zitat: |
Original von RüCup
kann man es auf die einfache formel bringen "willst du gut am berg sein, fahre viele berge" ? |
Ach was. "Just do it" und "Have fun".
Man kann sich auch verrückt machen.
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04.06.2007 18:38
Niggel
Möchtegern-Bergziege

Dabei seit: 03.10.2003
Herkunft: zwischen Saar und Mosel, in der Nähe von Trier Fan von: Jedem, der schnell den Berg hinauffahren kann.
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Original von Donishäusle
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Original von Piti
Man kann sich auch verrückt machen. |
Vielleicht hat man halt ein bisschen mehr fun Im Hochgebirge, wenn nach dem halben Pass nicht die Luft ausgeht
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Meine Meinung (ist schon angesprochen worden): Wenn's Spass machen soll, ist auch Bergtraining nötig. Was nützt es, wenn man wie Donish. beschreibt, wenn man kämpfen muss, um überhaupt hoch zu kommen. Dann macht die Sache überhaupt keinen Spass mehr.
Ein Tip, fahre die ersten langen Anstiege wirklich langsam an, schneller kannst du immer noch werden. Man muss sich erst mal an Geschwindigkeiten unter 10 Km/h gewöhnen, die man an langen Anstiegen teilweise fährt. (An steileren Stücken)
Man muss sich im Klaren darüber sein, dass man unter Umständen 2Std. und länger nur bergauf fährt. Da hilft keine Kraft, da geht's nur um (Kraft)ausdauer. Das hat nur ganz wenig mit dem teils ungeliebten Begriff "GA1" zu tun.
Dann war's bei meinem ersten Mal so, dass ich den Sattel verstellte.
Etwas flacher, aber weiter nach hinten. So drückt man etwas mehr von hinten in die Pedale. Das ist aber, wie immer bei Satteleinstellungen sehr individuell und muss nicht bei Jedem was bringen, bzw. angenehmer zu fahren zu sein.
Viel Spass wünsche ich dir auf jeden Fall.
__________________ Noch ist nicht geklärt, wie das Fahrradfahren derart zur Mode werden konnte, denn es ist vernünftig, und es ist weder geil noch sexy noch erotisch.
Joseph von Westfalen in: Das Leben ist hart
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04.06.2007 19:39
peso
Ehemalige Bergziege

Dabei seit: 03.07.2004
Herkunft: Leipzig
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Original von MiniMops
Die maximale Sauerstoffaufnahme wird durch extensives Ausdauertraining im GA 1 und 2 Bereich erhöht.
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Die Diskussion um GA1/GA2 und Kraftausdauer lasse ich mal ruhen. Müssen wir schließlich nicht bei jeder Gelegenheit führen. Das obig Geschriebene stimmt zwar, allerdings läßt sich die maximale Sauerstoffaufnahme (Vo2-Max) wesentlich besser mit intensiven 5-minütigen Intervallen an der für diesen Belastungszeitraum spezifischen "Kotzgrenze" trainiern.
| Zitat: |
Ich gehe auch mal davon aus, dass du nicht jeden Pass im Renntempo hochballern willst. Von daher sollte die Reisegeschwindigkeit allenfalls GA2 sein. Da kann man noch alles genießen. |
Die tatsächliche "Reisegeschwindigkeit" ist allerdings auch abhängig von einer (theoretisch) möglichen "Renngeschwindigkeit", die ich mal als Leistung in der Nähe der anaeroben Schwelle definiere. Je höher diese Leistung, desto höher das Tempo im "Reisemodus".
__________________ "One is, after all, always a Frenchman"
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von peso: 04.06.2007 19:41.
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06.06.2007 10:41
Moreau
Achtervolger

Dabei seit: 04.10.2002
Herkunft: Bremen
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Schön.
Ich hatte mein Quartier in St. Jean de Maurienne aufgeschlagen. Häßliches Städtchen , aber zentral.
__________________ Irrwege erhöhen die Ortskenntnis
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