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Geschrieben von denkbär am 29.08.2006 um 16:35:

würg Astana la Vista

Das Team-Astana praktiziert zumindest was die Pro-Tour-Lizenz angeht, einen kompletten Neusnfang. Da nun sowohl Liberty-Seguros als auch Würth keine Rolle mehr spielen und man sich derzeit bei der UCI um eine ganz neue Pro-Tour-Lizenz beworben hat, rechfertigt das meiner Meinung nach einen neuen Thread, um dieses etwas eigentümliche Team hier im Forum zu diskutieren. Durch seine Aufsehen erregenden Neuverpflichtungen (Klöden, Kessler, etc.) hat es ja auch schon für einigen Gesprächsstoff gesorgt.


Zu Beginn, hier erst mal ein paar Nachrichten-Artikel über die beteiligten Personen und Firmen.


Godefroot bringt Mario Kummer ins Gespräch; Neuer Manager Marc Biver; Sponsoren und Jahresbudget

Zitat:
Quelle: dpa / Yahoo Do 03 Aug 2006
[ ... ] Als Berater «ohne finanzielle Verantwortung wie bei T- Mobile» steht er [Godefroot] dem neuen Team seines Ex-Fahrers Alexander Winokurow mit Rat und Tat zur Seite.
[ ... ]
Bei seinem Kurzbesuch beim Prolog der Deutschland-Tour in Düsseldorf schob Godefroot gleich eine Personalie an. «Wir brauchen sportliche Leiter. Ich werde unserem Manager Mario Kummer empfehlen. Er ist auf seinem Gebiet ein Mann mit großem Engagement.
[ ... ]
Der neue Astana-Manager Marc Biver, einst Chef der Tour de Suisse und der Tour de Romandie, bemüht sich zur Zeit, die bis 2008 laufende ProTour-Lizenz des stark belasteten Astana-Vorgängers Liberty Seguros zu erhalten oder zu erneuern.

Den Stamm des neuen Teams, das von zwei Ölfirmen, der kasachischen Eisenbahn und einem Stahlkonzern finanziert wird, werden wahrscheinlich Liberty-Fahrer bilden. Godefroot: «Je nach dem, wie die Verhandlungen mit Saiz ausgehen. Es kann auch sein, dass wir ein komplettes, neues Team aufstellen müssen.» Der Belgier will für seinen Freund Winokurow, der ihn persönlich zur Mitarbeit überredete, im nächsten Jahr eine schlagkräftige Truppe aufgestellt haben, «mit der 'Wino' die Tour de France gewinnen kann». Bei Astana sollen neben dem Kapitän Winokurow mindestens noch vier Landsleute fahren. Einer von ihnen, Assan Bazajew, führte sich mit dem Sieg auf der 1. Etappe der Deutschland-Tour in Bielefeld bereits bestens ein.

«Wir haben zwar nicht so viel Geld wie T-Mobile, das 'Real Madrid des Radsports', aber wir kommen aus»: Da dürfte Godefroot wohl etwas tiefgestapelt haben: Astana hat pro Saison geschätzte zehn Millionen Euro zur Verfügung. Staatspräsident Nursultan Nasarbajew persönlich soll sich für das Zustandekommen des Teams um Winokurow und seinen persönlichen Manager Tony Rominger eingesetzt haben. Kasachstan verfügt über eines der größten Ölvorkommen auf der Welt.



Neue ProTour-Lizenz bis 2010 beantragt; "komplett neue Mannschaft mit sportlichen Leitern, Betreuern, Mechanikern und Fahrern aufstellen"
Zitat:
Quelle: dpa / Yahoo Fr 04 Aug 2006
Schweinfurt (dpa) - Das neu gegründete Astana-Team hat beim Radsport-Weltverband UCI eine neue ProTour-Lizenz bis 2010 beantragt. Das bestätigte Tony Rominger, der Manager des Astana-Kapitäns Alexander Winokurow (Kasachstan).
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Der ehemalige Stunden-Weltrekordler aus der Schweiz hat viel dazu beigetragen, dass das neue Team mit großzügigen finanziellen Mitteln der Wirtschaft Kasachstans ausgestattet wurde. «Es sieht so aus, dass die Liberty-Lizenz von Manolo Saiz wegen organisierten Dopings in der Mannschaft eingezogen wird. Deshalb haben wir die Verhandlungen über eine Verlängerung dieser Lizenz, die wir übernehmen wollten, abgebrochen und uns neu beworben. Die UCI hat alle unsere Unterlagen», sagte Rominger, der das ihm angetragene Management der Mannschaft an Marc Biver übertragen hat. Saiz zählt zu den fünf Hauptangeklagten der spanischen Doping-Affäre.

«Es sieht so aus, dass wir eine komplett neue Mannschaft mit sportlichen Leitern, Betreuern, Mechanikern und Fahrern aufstellen müssen», meinte Rominger, der als mögliche Verstärkung auch den von ihm betreuten Profi Matthias Kessler (Nürnberg) vom T-Mobile-Team ins Spiel brachte.

[ ... ]



Manolo Saiz; Marc Biver; "Team schweizerischer Herkunft"; "eines der höchsten Budgets im Radsport"; Geldgeber: Halb Kasachische Regierung, halb 5 größte Unternehmen
Zitat:
[i]Quelle: NZZ.ch 20. August 2006
[ ... ] Tatsache ist, dass Saiz noch immer aktiv ist. Für nächsten Dienstag hat er die Fahrer von Astana zu einer Sitzung nach Madrid bestellt.

Derweil steht sein Nachfolger schon bereit: Der frühere Tour-de-Suisse-Direktor und IMG-Manager Marc Biver hat im Auftrag des kasachischen Premierministers die Gesellschaft Zeus gegründet, welche das Team Astana ab 2007 betreiben soll. Sitz der Gesellschaft ist Neuenburg, womit das Team schweizerischer Herkunft sein wird - trotz kasachischen Geldgebern. Biver spricht von «einem der höchsten Budgets im Radsport», das je zur Hälfte durch die Regierung und die fünf grössten Unternehmen Kasachstans gespeist wird.



So wie sich das in der NZZ liest, wird Astana nicht nur der Erbe von Liberty-Seguros-Würth, sondern sie scheinen sich auch noch als Phonak-Nachfolger aufzustellen. Wenn das mal gut geht.

Godefroots Ausserungen (Überraschung) bezüglich Klödens Wechsel zu Astana lassen erkennen, das da momantan wohl auch noch ein rechtes Durcheinander herrscht. Zur Personalie "Mario Kummer" hat man aber wohl auch nichts weiter gehört. Wäre für Klöden doch ein nettes Déjà-vu (Astana la vistaSPAM ), wenn er Kummer gleich wieder als sportlichen Leiter vor der Nase hätte.


Zum Abschluss (einstweilen) noch ein Rücklink zum
Liberty Seguros-Würth - wie geht es weiter ... Thread.

Edit: Test ob eine Änderung des Beitragstitels noch auf den Thread-Titel wirkt



Geschrieben von Brägel am 29.08.2006 um 16:37:

  RE: Astana la Vista

Das mit Kummer als sportlichen leiter bei Astana ist schon alt.
Im mdr-Videotext war (nach der TdF) zu lesen, daß er kein Interesse an Astana hat.



Geschrieben von Raymond am 29.08.2006 um 16:37:

  RE: Astana la Vista

Kummer hat bereits dankend abgelehnt und das schon 1 Tag nach dem Angebot, am Rande der D Tour ...



Geschrieben von denkbär am 30.08.2006 um 01:21:

  Astana la Vista II

Der eigentliche Grund für diesen neuen Thread liegt darin, dass ich hier gerne mal die Hintergründe des Astana-Teams und seiner Sponsoren ergründen möchte. Das man manchmal auf die Schnelle einen neuen Sponsor aus dem Hut zaubert ist vielleicht nicht ganz so ungewöhnlich, aber dass man dabei spontan ein 10 Mio US-$ Jahres-Budget aufreißt ist schon mal bemerkenswert. Was mich am Astana-Team-Sponsor aber am allermeisten verwundert ist, welch unbekanntes Wesen sich dahinter verbirgt. Ich habe mir extra mal zum Vergleich die Fleißarbeit gemacht, und bei sämtlichen anderen Pro-Tour-Teams mal nach deren Namen bzw. Namensbestandteilen gegoogelt. Bei allen kommt man innerhalb von wenigen Sekunden auf die Homepages der Sponsorenfirmen, bzw. zumindest auf Team-Seiten über die man leicht weiter zum eigentlichen Geldgeber kommt. Bei allen anderen Pro-Tour-Teams wird das sogenannte Titelpatronat offen dazu genutzt, um einen der Geldinvestition angemessenen Werbeeffekt zu erzielen. Macht man sich nun auf die Suche nach einer "Astana-Homepage" so stellt man verblüfft fest, das in dieser Richtung derzeit nichts existiert. Die alten Homepages des Vorgänger-Teams sind auch abgeschaltet:

Page not available:
http://www.astanawurth.com
http://www.libertyseguroswurth.com

Auch auf Winokurows eigener Homepage finde ich keinen entsprechnden Link zum Sponsor:
http://www.alexander-vinokourov.com
Und das, obwohl er auf seiner Link-Seite "Gott und die Welt" (Inklusive Cycling4Fans) aufgelistet hat. Der Name Astana kommt auf seiner Homepage nur an wenigen Stellen vor.

Latest News: "Walter Godefroot : new Astana team manager"



Dass man auf die Schnelle noch keine eigene Astana-Team-Homepage erstellt hat, ist ja verständlich, aber dass es zum Sponsor-Namen "Astana" selbst nichts eigenes gibt, verwundert schon eher.

Also betrachten wir mal wofür der Name eigentich steht, woher er kommt und was er ursprünglich bedeutet:

Zitat:
Quelle: Wikipedia, Astana
Astana (kasachisch ACTAHA=Hauptstadt) ist seit 1997 die Hauptstadt Kasachstans. Bis 1997 war die Stadt im Herzen Kasachstans nicht sehr bedeutend, bis sie vom kasachischen Präsidenten Nursultan Nasarbajew zur Hauptstadt erklärt wurde.

Name
Astana bedeutet zu deutsch "die Hauptstadt". Angeblich wurde dieser Name gewählt, weil er historisch bzw. politisch unbelastet ist, gut klingt und auch in seiner grafischen Darstellung ansprechend ist – und das nicht nur in der Staatssprache, sondern in vielen Sprachen der Welt. Zudem bedeutete der frühere Name Aqmola zu Deutsch "Weißes Grab" - was als eher unpassend empfunden wurde. Frühere Namen waren Akmolinsk (1824–1961), Zelinograd (1961–1991) und Aqmola (1991–1997).



Ohne jetzt auf die politische Bedeutung (Achte die Netiquette! ) des kasachischen Hautstadtumzugs vom schönen Alma-Ata ins ehemals "Weiße Grab" näher eingehen zu wollen möchte ich nur kurz noch etwas über ihre klimatischen Verhältnisse anfügen:

Zitat:
Quelle: Wikipedia, Astana
Astana wird von Kontinentalklima geprägt - es gibt kaum eine Stadt auf der Welt, die weiter im Landesinneren liegt als Astana. Klimatisch hat Astana den Ruf als eine der zugigsten und kältesten Hauptstädte der Welt, da die Winde aus Nordsibirien besonders im Herbst nahezu ungebremst nach Nordkasachstan gelangen. Im Spätherbst herrschen dort zwischen -35 bis -40 Grad.


Zitat:
Quelle: Welt.de
Der Turmbau zu Astana

[ ... ]

An einem gewohnt stürmischen Tag auf dem Rücken der Steppe ist leicht zu erkennen, daß der menschenfreundliche Masterplan eine potemkinsche Illusion geschaffen hat: Astana ist nach dem mongolischen Ulan Bator die zweitkälteste Hauptstadt der Welt. Ein Straßenleben läßt das Klima bei jährlichen Temperaturschwankungen von bis zu 80 Grad nur selten zu. Die Sommer sind heiß und staubig, im Winter liegt der Schnee fünf Meter hoch. [...]


Das erklärt schon mal den alten Namen "Weißes Grab".


Auch aus anderen Quellen ist zu erfahren, dass es sich bei Astana um ein gigantisches Bauprojekt in einer eher unwirtlichen Umgebung handelt, das mit stattlichen Investitionssummen vorangetrieben wird:


Zitat:
Quelle: www.kasachstanprojekt.de
Bislang wurden ca. 4 Mrd. US-Dollar in den Auf- und Umbau der Stadt investiert. Gegenwärtig ist sie durch den Zuzug von Ministerien auf ca. 400.000 Einwohner angewachsen. Bis 2006 soll die Einwohnerzahl auf 800.000 EW ansteigen.
Das Investitionsvolumen soll bis dahin bis zu 8 Mrd. US-Dollar umfassen.



Resümée:


Alleine letzteres würde in jedem westeuropäischen Land dazu führen, dass sämtliche Korruptionslwarnlampen lichterloh aufblinken würden. Zumindest würde ich das bei hiesigen Journalisten erwarten.

Wenn ich jetzt noch an die Fuentes-Verstrickung des Astana-(Vorgänger)-Teams denke, kann ich mir vorstellen, dass die UCI mit dem Pro-Tour-Lizenzantrag gewisse Bauchschmerzen hat.

Aber wo man Korruption in solchen Dimensionen vermuten darf, da wird sich doch wohl auch ein Wille, geeignette Schmerzmittel und ein Weg finden, odrrr?
Letzteres ist aber natürlich nur finsterste Spekulation (Achte die Netiquette! ) und ich höre ja auch schon auf Augenzwinkern



Geschrieben von orlando am 30.08.2006 um 07:47:

  RE: Astana la Vista II

Gut möglich dass schmerzmittelbedürftige Korruption eine nicht unwesentliche Rolle spielt, aber ist der Grund für den Geldsegen nicht ein viel trivialerer: nämlich Öl? Und wer so wie Kasachstan auf solchem sitzt wohnt und friert, muß sich in den nächsten 50 Jahren - Barrellpreise von 120 Dollar werden von manchen Wirtschaftsfuzzis für nicht mehr völlig unwahrscheinlich erachtet - keine Sorgen um seine (Staats)Finanzen machen...

Ich dachte eigentlich, dass die staatlichen Ölkonzerne - bzw. der etwas dubiose Präsident der Republik ( ist das nicht ein persönlicher Freund von Alexandre? ...meine mich zu erinnern, so etwas in die Richtung gehört zu haben, muss aber nicht stimmen) für Astana stehen, weiß aber nicht wieso ich das denke SPAM

Wer Öl besitzt hat es eigentlich nicht nötig Werbung im Internet zu machen, da sein Produkt ein Selbstläufer ist. Oder tankt irgendjemand von euch Luft udn Liebe, bewahrt seine Jause in recyclbaren Behältern aus Stärke auf, schmiert sein Baby mit Olivenöl ein usw.usf....



Geschrieben von le coq sportif am 30.08.2006 um 08:38:

 

Für mich klingt das Ganze so sehr nach Mafia, daß ich's gar nicht laut sagen möchte... arrrghhhh



Geschrieben von Michelin-Männchen am 30.08.2006 um 08:42:

  RE: Astana la Vista II

Es gab einmal einen rheinischen Jeansverkäufer, der sich ein professionelles Radteam leistete. Am Erwerb der Lichtgestalt hat er sich dann verhoben.

Mit Korruptionsverdächtigungen in Richtung Kasachstan wäre ich vorsichtig. Ein Land, das eine jahrzehntelange Tradition einer Staatswirtschaft hat, erreicht leicht eine "selbstlose" Unterstützung seiner grossen Unternehmen. In der BRD der 70er Jahre wären einem Aufruf der Bundesregierung zum Sponsoring von Diddi Thuraus Team sicherlich die Deutsche Bundesbahn, die Deutsche Bundespost, die eine oder andere Landesbank etc gefolgt und keiner hätte etwas dabei gefunden. Und das ist erst 30 Jahre her.



Geschrieben von Horatio am 30.08.2006 um 08:54:

 

und mit welchem hintergrund? an geldwäsche mag ich nicht glauben, und was sollte sonst an dunklen geschäften dahinterstehen.

ich denke, die erklärung ist viel einfacher: es handelt sich hierbei nicht um eine strategische investition eines sponsors, sondern um prestigeprojekt kasachstans bzw. des staatspräsidenten. man hat sportlich ja nicht sooo viel am laufen, aber eine ganze menge erfolgreicher radsprofis. also warum nicht ein bisschen geld aus der staatskasse lockermachen, auch wenn die bevölkerung friert? das team heisst halt astana, weil irgendein name her musste.



Geschrieben von keizersosze am 30.08.2006 um 09:20:

 

Zitat:
Original von le coq sportif
Für mich klingt das Ganze so sehr nach Mafia, daß ich's gar nicht laut sagen möchte... arrrghhhh


*unterschreib*


Diese Truppe und Ihre Geldquelle sind dermaßen obskur ... ich kann auch nicht nachvollziehen, was Klöden da geritten hat hinzugehen.



Geschrieben von Rino Albergo am 30.08.2006 um 09:21:

 

Zitat:
Original von keizersosze
Zitat:
Original von le coq sportif
Für mich klingt das Ganze so sehr nach Mafia, daß ich's gar nicht laut sagen möchte... arrrghhhh


*unterschreib*


Diese Truppe und Ihre Geldquelle sind dermaßen obskur ... ich kann auch nicht nachvollziehen, was Klöden da geritten hat hinzugehen.


geld ...? ungestörter drogenkonsum ...? sportliche perspektive kann es nicht gewesen sein ...



Geschrieben von paolo am 30.08.2006 um 09:30:

 

Falls da wirklich 5 Öl- Energiekonzerne dahinter stehen, dann dürften die 10Mio. ca. einen Wochengewinn (oder weniger) bedeuten, also nicht weiter der Rede wert sein. Was dann noch an Korruption hinzukommt, da ja wohl der kasachische Staatschef auch Chef des Radsportverbandes ist und möglicherweise selber in den Vorständen der Konzerne sitzt mag man nicht zu beurteilen. Das wird vielleicht der FC Chelsea des Radsports (aus sponsorensicht)



Geschrieben von steffi am 30.08.2006 um 09:44:

 

Zitat:
Original von keizersosze
Zitat:
Original von le coq sportif
Für mich klingt das Ganze so sehr nach Mafia, daß ich's gar nicht laut sagen möchte... arrrghhhh


*unterschreib*


Diese Truppe und Ihre Geldquelle sind dermaßen obskur ... ich kann auch nicht nachvollziehen, was Klöden da geritten hat hinzugehen.

Kam Po Wong



Geschrieben von steffi am 30.08.2006 um 09:46:

  andererseits...

Zitat:
Original von paolo
. Das wird vielleicht der FC Chelsea des Radsports (aus sponsorensicht)

...und der ist doch ziemlich etabliert...



Geschrieben von hawkeye_76 am 30.08.2006 um 09:51:

 

Ist nicht der Staatspräsident Vorsitzender des nationalen Radsportverbandes?



Geschrieben von denkbär am 30.08.2006 um 12:50:

  Viele Köche ...

Zitat:
Original von maki
Der lange Weg zur Glaubwürdigkeit


Zitat:
Quelle: NZZ.ch
[ ... ]
Nun könnte Walter Godefroot auf den Plan treten, der frühere Sportliche Leiter Ullrichs. Godefroot versieht inzwischen dieselbe Funktion im Astana-Team und brachte Ullrich vor zwei Wochen als weiteren möglichen Astana-Berater ins Spiel. Wer Godefroot abermals auf den «Zuzug» Ullrichs anspricht, erhält derzeit keine Antwort.
[ ... ]
Mit Dufaux ist Biver weiterhin verbunden - in der «Süddeutschen Zeitung» war am Montag zu lesen, Dufaux werde in der Astana-Equipe ebenfalls Sportlicher Leiter. Ende 1998 verliessen Zülle (zu Banesto) und Dufaux (Saeco) das im EPO-Strudel versunkene Festina-Team. Festinas neue Offerte sei inakzeptabel gewesen, sagte Biver 1998. Damals kursierte das Gerücht, Zülle habe sich geweigert, im Festina-Team einen Vertragspassus zu akzeptieren, der scharfe, mannschaftsinterne Dopingkontrollen enthielt. Parallelen zum Abgang Klödens wären unübersehbar.


So langsam verliere bei der Beratungsinflation ich den Überblick smile
Gibt es eigentlich eine maximale Obergrenze für die Zahl der sportlichen Leiter und Berater eines Radsportteams (die Frage ist natürlich eher rethorischer Natur, ehe sich jemand beflissen fühlt sie zu beantworten Augenzwinkern )
Theoretisch könnte man eine Tour doch auch dadurch gewinnen, dass man alle ernsthaften Konkurenten dadurch "ausschaltet", indem man sie unter Vertrag nimmt. Klöden ist vielleicht erst der Anfang, Ullrich der Nächste (?) und wer kommt dann? Basso?

Meine Lieblingsstelle in dem NZZ-Artikel ist aber eindeutig diese hier:
Zitat:
Quelle: NZZ.ch
[ ... ]
Die Rolle Romingers kann durchaus hinterfragt werden, da er als Profi Stammkunde des verrufenen italienischen Arztes Michele Ferrari («Dottore EPO») war. Rominger sagt, wenn derartige Zusammenhänge gezogen würden, werde «es schon fast lächerlich» - angesichts dessen sei er froh, ein offizielles Mandat bei Astana abgelehnt zu haben.
[ ... ]

Ist doch wirklich schön, wie man sich im Radsport immer noch an seiner Arbeit erfreuen kann.



Geschrieben von denkbär am 30.08.2006 um 12:56:

 

Zitat:
Original von hawkeye_76
Ist nicht der Staatspräsident Vorsitzender des nationalen Radsportverbandes?


Das vermag ich nicht zu sagen, aber wäre das nicht relativ irrelevant angesichts der Tatsache, dass man als Team-Firmensitz und für den Lizenz-Antrag den Standort Schweiz gewählt hat?



Geschrieben von polli am 30.08.2006 um 14:53:

 

Zitat:
Original von paolo
Was dann noch an Korruption hinzukommt, da ja wohl der kasachische Staatschef auch Chef des Radsportverbandes ist und möglicherweise selber in den Vorständen der Konzerne sitzt mag man nicht zu beurteilen. Das wird vielleicht der FC Chelsea des Radsports (aus sponsorensicht)


Frage ist doch... Wer ist der Präsident des kasach. NADA?
Auch der der Staatspresi?



Geschrieben von Brägel am 30.08.2006 um 15:19:

 

Zitat:
Original von hawkeye_76
Ist nicht der Staatspräsident Vorsitzender des nationalen Radsportverbandes?


ich glaube irgendwo gelesen zu haben, daß dem so ist.



Geschrieben von Luzifer am 30.08.2006 um 15:29:

 

Junge Junge! Wenn man das hier so alles liest, muss man hoffen, dass Astana keine Lizenz bekommt. Die Hoffnung ist für mich aber utopisch, da aus meiner Sicht auch die UCI noch einen langen Weg bis hin zur Glaubwürdigkeit zurückzulegen hat. Dazu stelle ich nur fest, dass der schweizerische Verband immer noch nicht im Besitz prozeßtauglicher Unterlagen ist.



Geschrieben von Michelin-Männchen am 30.08.2006 um 15:39:

 

Zitat:
Original von Luzifer
Junge Junge! Wenn man das hier so alles liest, muss man hoffen, dass Astana keine Lizenz bekommt. Die Hoffnung ist für mich aber utopisch, da aus meiner Sicht auch die UCI noch einen langen Weg bis hin zur Glaubwürdigkeit zurückzulegen hat. Dazu stelle ich nur fest, dass der schweizerische Verband immer noch nicht im Besitz prozeßtauglicher Unterlagen ist.

Vielleicht weil die Unterlagen nicht prozesstauglich sind. *herumrätsel*


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